Wie Pädophile mit ihrer Neigung leben

Dies sind die Geschichten von drei pädophilen Männern, die kein Kind missbrauchen und keine Kinderpornografie konsumieren wollen. Menschen, die das für sich beanspruchen, nennen sich Non-Offender. Ihre Geschichten sind nicht eins zu eins auf andere übertragbar. Doch ihre Gedanken und Gefühle sind typisch. Sie erzählen von Selbstkontrolle und Empathie.

Max passt regelmäßig auf die Kinder seiner guten Freundin Anna auf. Sie vertraut ihm. Pascale ist Erzieher und spricht mit niemandem über seine Gefühle. Franz, der unter seinen Gewaltfantasien leidet, lässt sich das Medikament Salvacyl spritzen. Alle drei Männer sind pädophil. Sie nennen sich Non-Offender.

Das Manuskript zum Mitlesen: Sauvageot_2018_03_06

Weltweit sind sich Wissenschaftler einig: Etwa 40% der sexuellen Gewalttaten gegenüber Kindern und Jugendlichen sind auf eine Pädophilie zurückzuführen. Wer sie auslebt, gilt als „Präferenztäter“. 60% der Taten werden von nicht-pädophilen Menschen ausgeübt. Diese „Ersatzhandlungstäter“ missbrauchen ein Kind zum Beispiel aufgrund einer Persönlichkeitsstörung, und sind eigentlich sexuell auf Erwachsene ausgerichtet. Der Belgier Marc Dutroux etwa, der bis Mitte der 1990er-Jahre Kinder und Jugendliche entführte und sexuell missbrauchte, ist nicht pädophil. Die psychiatrischen Gutachten vor Gericht kamen zu dem Schluss: Der in seiner Persönlichkeit gestörte Dutroux habe aus Geldgier und Machtstreben gehandelt. Seine Taten waren pädosexuell, nicht pädophil.

Etwa 1% der männlichen Bevölkerung soll pädophile Neigungen haben. In Deutschland wären es nach dieser Schätzung etwa 300.000 Männer. Erste, an der Berliner Charité durchgeführte Studien deuten darauf hin, dass ein Großteil der Pädophilen keinen sexuellen Kindesmissbrauch begeht.

 

Unter Kontrolle – Wie Pädophile mit ihrer Neigung leben
Autorin: Philine Sauvageot
Regie: Claudia Kattanek
Redaktion: Wolfgang Schiller

Das Feature wird am 6. März um 19:15 im Deutschlandfunk gesendet.

Teaserbild © Imago / Chromorange.

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24 Kommentare zu „Wie Pädophile mit ihrer Neigung leben

  1. Leider vermisse Ich die journalistische Sorgfalt bei Ihrer Radioreportage. Es ist einmal mehr eine einseitige Werbeveranstaltung für das in der pädophilen Welt extrem umstrittene Projekt Kein Täter Werden und die durchgeführten menschenverachtenden MRT-Experimente (wo man Pädophile mit wenig Geld mit großen Geldbeträgen geködert hat). Warum wird auch in dieser Reportage wieder alles so dargestellt das Menschen mit pädophiler Neigung eine Therapie brauchen? Wo sind die Inverviews mit den Pädophilen die keine therapeutische Hilfe brauchen und wo sind die kritischen Stimmen zu Kein Täter werden? Es gibt soviele tolle Selbsthilfe-Communitys wo sich Menschen mit pädophilen Neigungen beim ComingIn helfen und sich Tipps geben und füreinander da sind. Aber darüber wird wie immer nicht berichtet. Warum berichten Sie nicht analog zu KTW auch z.b. über ITP Arcados und all die vielen anderen Projekte? Warum tun sie uns Menschen mit pädophiler Neigung immer wieder beim Deutschlandfunk und anderswo an, das wir nur als kranke Monster hingestellt werden, die Hilfe von umstrittenen Therapeuten wie von KTW brauchen. KTW ein Projekt das Zombies erschafft und dafür steht das sich Pädos öffentlich outen sollen. Es stimmt mich einfach nur traurig, das Sie sich von KTW instrumentalisieren lassen. Ich würde mich freuen wenn Sie endlich mal umdenken und auch der breiten Masse an Pädophilen ein Sprachrohr sind und nicht nur denen die sie vorschicken von KTW. | Hinzu kommt warum muss man die Vorzeige-Werbefigur Max von Schicksal und Herausforderung interviewen? Er ist die Werbemarionette von KTW. Selbst in seinem Werbeforum schneidet ihre Reportage teils schlecht ab.

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    1. Hallo Cookiemonster, zunächst einmal: vielen Dank für dein Feedback und dass du dir das Feature angehört hast. Ich bin in vielen Punkten nicht ganz deiner Meinung. Aber dass die Therapie „Kein Täter werden“ sehr viel und wahrscheinlich zu viel in den Medien thematisiert wird, das sehe ich genauso. Darum habe ich mich auch ein ganzes Stück davon entfernt. Ich habe Angehörige und Freunde getroffen und deutlich mehr Raum den Betroffenen selbst gegeben. Um Therapien geht es nur am Rande und Pascale ist ja ein Beispiel dafür, dass es Menschen gibt, die keine sexualpsychologische Therapie durchlaufen (und sie wohl auch nicht brauchen). Ich habe versucht, das so ausgewogen wie möglich zu gestalten. Daher die drei sehr verschiedenen Protagonisten und der recht lange Part darüber, dass nicht jede Pädophilie per se eine Störung ist. Das wird ja erst noch im ICD11 geändert, zumindest ist das geplant. Damit hoffe ich doch mit meinem Beitrag so zeitgemäß wie möglich zu sein. Auch eben mit dem Hinweis auf die weltweit ersten Studien, die sich explizit nur mit Non-Offendern befassen. Die Ergebnisse werden ja größtenteils noch erwartet. Und zu Max: Er ist ein reflektierter und glaubwürdiger Mensch. Es tut mir leid, wenn meine Arbeit deinen Erwartungen nicht gerecht wird. Danke für dein Feedback. Herzlich, Philine

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      1. Danke für die Antwort. Mich würde aber einmal interessieren wo Sie die Auswahl der Interviewpartner getroffen haben? Mir kommt es halt wie immer so vor, man wendet sich an KTW und die geben einem eine Liste von ihren Vorzeige-Pädophilen die halt nicht sagen das sie unzufrieden mit der Arbeit von KTW waren. Mir fehlt es in Ihrem Bericht halt an den kritischen Gegenstimmen. Warum sind alle 3 Therapieteilnehmer? Wo sind die normalen Pädophilen die ohne Therapie auskommen? Mir kommt es halt bei Ihrer Reportage wirklich so vor als habe man bewusst eben die große Gruppe der Pädophilen die keine Therapie brauchen und glücklich sind und die ggf. sogar eine „Beziehung“ zu einem Kind haben nicht hat zu Wort kommen lassen. Mich stört einfach diese Hofberichterstattung für KTW. Und ja Sie haben Angehörige getroffen wie eine Anna (die auf dem Forum von Max eh aktiv schreibt) und die Tochter von einem Franz. Aber auch das sind halt Angehörige von Pädophilen die eben eine Therapie gemacht haben. Und genau das stört mich, der Tenor ihrer Reportage ist einfach: Pädophile brauchen eine Therapie. | Es gibt einfach wenige Medienberichte die mal komplett ohne KTW auskommen, mir ist nur eine Dokumentation aus der Schweiz bekannt in der es u.a. auch um ITP-Arcados ging. Aber es gab einfach noch nie eine Reportage in der einmal thematisiert wurde das es halt auch alternative Selbsthilfeforen gibt in denen KTW keinen großen Stellenwert hat und in der die Menschen mit pädophiler Neigung dennoch glücklich leben. …. Kurzum all das finde ich enttäuschend, das man immer nur wieder den selben Leuten wie insbesondere Max eine Stimme gibt. | Interessant finde ich auch das Sie selbst sagen es geht in den Medien zuviel um KTW als Allheilmittel und dennoch sind 2 Interviewgäste und deren Angehörige KTW-beeinflusst und auch einer der Therapeuten. Dabei hätte es einfach soviele Alternativen gegeben. Nunja vielleicht findet sich ja in Zukunft jemand der einmal ohne KTW auskommt und eine wirklich neutrale Reportage über die Welt der Pädophilen Menschen in Deutschland macht.

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    2. Pascale war nicht bei KTW und das habe ich auch so erklärt. Die drei Protagonisten (und viele weitere, die nicht vorkommen, aber mit denen ich persönlich oder per Mail gesprochen habe, um mir ein größeres Bild zu machen) habe ich vor allem über das Forum „Schicksal und Herausforderung“ kennengelernt. Auf Franz bin ich zufällig gestoßen – ich hatte nach Literatur über Pädophilie gesucht und sein Buch kam da relativ schnell. Bevor ich ihn getroffen habe, wusste ich nicht, dass er mal bei KTW war. Für mich war und ist eine Therapie bei KTW kein Ausschlusskriterium und genauso wenig ein Pluspunkt oder ähnliches. Mit der Pressestelle von KTW habe ich bis heute nicht telefoniert. Sondern hatte direkt persönlichen Kontakt mit Herrn Amelung. Und habe deren Papers gelesen, denn viele andere beruhen auf Ergebnissen aus der Forensik. Die wollte ich nun wirklich nicht mit dem Thema des Non-Offending vermischen. Ich mache keine Werbung, davon bin ich auch weiterhin überzeugt. Mich würde aber interessieren, welche Erfahrungen du gemacht hast. Es gibt viel Geld und die MRT-Tests sind menschenverachtend, sagst du über KTW? Erzähl mir gerne mehr, wenn du möchtest. Auch möglich privat über das Kontaktformular auf dieser Seite. Danke dir. Philine

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  2. Das Radio-Feature ist tatsächlich ein reiner Werbebeitrag für KTW und SuH/GSA-Forum. Dabei gibt es eine Reihe von weiteren Foren für Boylover und auch für Girllover. Ebenso weitere Webseiten und Blogs, die beiden Projekten mehr als kritisch gegenüber stehen bzw. so gar stark ablehnen.
    Die aktuelle DSM5 besagt bekanntlich, dass die Pädophile nur noch dann als „Störung der Sexualpräferenz“ gilt, wenn der Pädophile unter seiner Neigung leidet oder für sich und andere eine Gefahr darstellt. In der vorherigen DSM5 war dies noch nicht der Fall, sondern darin war die Pädophilie immer eine Krankheit, siehe oben. Die Änderung ist natürlich ein kleiner Fortschritt in die richtige Richtung. Viele Pädophile/Pädosexuelle fordern jedoch eine Streichung aus diesem Katalog.
    In den Katalog ICD10 wurde obiges noch nicht übernommen. Darüber würde ich natürlich mehr erfahren, wann dies geschehen soll usw… !

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    1. Hallo Herr Gieseking, danke für Ihre Nachricht. Beim Jungsforum und bei den Girllovern habe ich am Anfang meiner Recherchen, also vor etwa vier Monaten, einen Eintrag im Forum verfasst und die Admins kontaktiert. Ich habe leider bis heute keine Antwort erhalten. Dafür habe ich mit Selbsthilfegruppen wie z.B. der AGPD in Düsseldorf gesprochen. Meine Recherchen auf KTW zu beschränken, wird ihnen nicht ganz gerecht. Wie gesagt: Im kommenden ICD11 soll die Änderung noch aufgenommen werden. Noch ist sie nicht drin. Den DSM5 zitiere ich genauso wie Sie die Stelle hier nennen. Danke dennoch für das Feedback. Philine

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      1. Alle drei Protagonisten vertreten nicht die Ansichten der Mehrheit der Pädophilenszene. Sie propagieren die Positionen von KTW. Das ist einfach so. Mir ist natürlich im heutigen Zeitgeist vollkommen klar, dass sehr viel Mut dazu gehört, auch die andere Seite der BLs und GLs in einem Mainstream-Medien zu Wort kommen zu lassen. Wenigstens einer von den drei hätte dabei sein können und müssen. Sie haben einen Protagonisten genommen, der Gewaltfantasien hat. Auch DAS gibt es natürlich leider auch. Das sind aber keine 33%. Mir ist auch bekannt, dass es nicht einfach ist, überhaupt Pädophile für einen solchen Beitrag zu finden. Die Meisten blocken ab und sind nicht dazu bereit. Das liegt natürlich nicht an Ihnen, sondern an der Pädophilenszene bzw. an jedem Einzelnen. Wie titelte mal eine kleine Zeitung zu meinem Interview: Den Pädophilen wird niemand auch nur einen Millimeter schenken. Und so isses…

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  3. Bei den Recherchen für den Beitrag hätte man leicht über Google auf meine Webseiten K13online stoßen können. Ebenso auf das Deutsche Jungsforum, wo im Übrigen bereits ein Thread zum Beitrag eingerichtet wurde:
    https://www.jungsforum.net/messages/296657.htm?thread
    Mit dem Pressesprecher von KTW Jens Wagner hätte man natürlich auch telefonieren können. Mir ist Herr Wagner von einer KTW Veranstaltung in Ulm/BW persönlich bekannt.
    In dem Beitrag kommt auch Christoph Ahlers zu Wort. Er gehörte damals zu den Gründern von KTW.
    Ab dem 1. Januar 2018 werden die Therapiekosten bekanntlich von den Krankenkassen übernommen.
    Ihr Beitrag könnte langfristig zur Endstigmatisierung beitragen, wenn es um die sogenannten Enthaltsamen Pädophilen geht. Jedoch sind diese Pädophilen nach meiner über 15-jährigen Erfahrung in der Minderheit. Die weitüberwiegende Mehrheit brauchen und würden keine Therapie in Anspruch nehmen. Deshalb spiegelt Ihr Beitrag nur einen ganz kleinen Teil vom Ganzen wieder. Immerhin, mehr als nichts….

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    1. Lassen Sie mir gerne Zahlen zukommen, die diesen Eindruck belegen. Die Krumme13 kenne ich, das Jungsforum habe ich wie erwähnt kontaktiert. Und mit Herrn Wagner habe ich mich kurz per Mail ausgetauscht, mehr war für meine Recherchen nicht nötig.

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    1. Ja, das sind Schätzungen, die ich kenne und die es nicht einfacher machen, genaue „Mengenverhältnisse“ greifbar zu machen. Ich habe die Sichtweise der Non-Offender mit und ohne Therapie (denn Pascale hat ja eine tiefenpsychologische Therapie durchlaufen, um andere Dinge zu klären) gewählt. Aber natürlich sind auch andere Sichtweisen spannend.

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  4. Warum thematisieren sie nur von Ihnen sogenannte „Non-Offender“?
    Es gibt sehr viele pädophile Menschen die das aktuelle Moral-Sexualstrafrecht sehr kritisch sehen. Viele Pädophile verzichten nur auf Sex mit Kindern weil sie das Kind und sich vor der zu erwartenden Verfolgung schützen wollen, nicht aber weil sie einvernehmlichen Sex grundsätzlich ablehnen. Sollten diese Menschen bewusst nicht zu Wort kommen?

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    1. Hallo Cassini, danke für Ihre Nachricht. Ja, ich habe mich bewusst entschieden, die Forderungen nach einer Legalisierung von sexuellen Kontakten mit Kindern nicht zu thematisieren. Diese Forderungen sind online sehr präsent (und auch sehr streitbar). Ich möchte gerade den Menschen, die nicht so laut zu hören sind, eine Stimme geben. Danke für Ihr Interesse. Philine

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      1. Dann haben Sie allerdings eine sehr verdrehte Sicht auf dieses Thema. Umgekehrt wird viel eher ein Schuh draus. 99% der Medienberichte gehen auf exakt das gleiche ein auf was Sie in ihrem Beitrag eingehen. Welche Forderungen also, sind päsent? Dass etwas „streitbar“ ist, sollte für einen Jornalisten sicherlich kein Grund sein es nicht zu erwähnen und sogar bewusst zu verschweigen.
        Durch diese Aussage verstärkt sich der Eindruck, dass Sie lediglich einen KTW-Werbebeitrag machen wollten. Dazu nutzten Sie teilweise Leute aus die einen anderen Beitrag erwartet haben. Auf solche Maschen können pädophile Menschen sehr gut verzichten. Mangels positiven Beispielen helfen Sie dabei mit, ihren gesamten Berufsstand zu deikreditieren. Danke für nichts!

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      2. Nein, Non-Offender und die ersten wissenschaftlichen Erkenntnisse über sie, die ja einmalig sind, kamen noch in keinem Beitrag vor. Auch Familie und Freunde kamen meines Wissens sehr selten zu Wort. Der Schwerpunkt lag bei anderen Beiträgen immer auf Therapien. Diesen habe ich bewusst nicht gewählt. Sondern neben Therapien auch das Outing als wichtigen Teil thematisiert. Selbst die KTW schrieb mir gestern, dass sie ja nur am Rande vorkommt.
        Wir sind uns nicht einig und das ist auch in Ordnung. Herzlich, Philine

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      3. Positionen von Pädophilen oder Pädophile-Aktivisten, die eine Legalisierung von einvernehmlicher Sexualität ansprechen oder fordern, sind in den sogenannten Mainstream-Medien nur ganz selten zu finden. Die Berichterstattung über die Enthaltsamen/KTW/SuH hat in den letzten Jahren zugenommen. Es besteht dennoch ein diesbezügliches Ungleichgewicht. Beide Gruppen von Pädophilen/Pädosexuellen sind in den Mainstream-Medien im Vergleich zu den Berichten über diesbezügliche Sexualstraftäter/Gerichtsverfahren völlig unter repräsentiert. In der öffentlichen Wahrnehmung ist deshalb ein Zerrbild entstanden, welches mit der Realität nichts mehr zu tun hat.
        Auch wenn meine Webseiten mit den bekannten Positionen relativ viel bekannt sind, so ändert dies allerdings nichts an meinen obigen Ausführungen. Mit den gesamten Mainstream-Medien kann meine Webseite bei Weitem nicht mithalten. Deshalb wäre es für alle Beteiligte sinnvoll und notwendig, Zugang in die Mainstream-Medien zu erhalten. Die Öffentlichkeit hat auch medial einen Anspruch, mehr und vielseitiger etwas über die Pädophilie bzw. Pädophile zu erfahren…

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  5. Es ist schlichtweg falsch das Sie die ersten sind die sogenannte Non-Offender zu Wort kommen lassen. Viel mehr ist es so das überwiegend gerade diese Gruppe in den Medien überrepräsentiert wird. Schon alleine daher, weil diese Gruppe öfters bereit ist sich öffentlich zu äußern oder eh geoutet lebt. | Hingegen traut sich eher niemand daran auch mal darüber zu berichten das es Einvernehmlichkeit geben kann oder das es komischer Weise in unseren europäischen Nachbarländernn eine Übergangsfrist gibt für gerade sexuelle Kontakte von Jugendlichen mit jüngeren. Leider verbreitet KTW hingegen insbesondere durch sein neues Projekte das sich an Kinder und Jungendliche richtet, die Meinung das eine Sexualität schlagartig erst mit dem 14. Lebensjahr beginnt und vorher nicht sein kann, weil es nicht sein darf. | Sie Sagen ihr Schwerpunkt lag auf Therapien, was ok ist. Ich frage mich dann jedoch warum KTW übermäßig vertreten war und nicht auch noch alternativ mehr freie Angebote. | Kurzum ich danke Ihnen dafür das Sie sich überhaupt einer Diskussion stellen, nur bin ich schlichtweg enttäuscht, das es letztlich zumindest für mich der in den letzten Jahren viele öffentlich-rechtlich bezahlte Reportagen zu dem gesehen hat, wie so oft der selbe alte Kaffee war. | Abschließend noch zu der MRT-Sache: die Pädos die dran teilnahmen bekammen einen recht hohen 3stelligen Euro Betrag und Fahrt und Übernachtungskosten erstattet. Die Summe wurde ständig erhöht, weil man niemanden fand. Hinzu kommt mir sind namentlich mehrere Personen bekannt die mehrfach teilgenommen haben und die falsche Angaben machten.

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    1. Sie sprachen davon, dass die MRT-Tests menschenverachtend seien. Was meinen Sie damit?
      Ich möchte den Schutz von Kindern, so wie er gesetzlich vorgeschrieben ist, nicht in Frage stellen.
      Herzlich, Philine

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      1. Nun diese Tests sind letztlich nur eine Vorstufe um eine Abnormalität von Menschen mit pädophiler Neigung festzustellen. Zwar haben damals alle möglichen Juristen zu dem Thema gesagt das es nie dazu kommen wird das man diese Verfahren gegen den Willen der Menschen einsetzt. Aber das hat man uns auch schon bei vielem anderen Versprochen und wenn ich mir dann anschaue wie die AFD aktuell an Einfluss gewinnt, bin ich mir da halt nicht so sicher ob diese Tests nicht irgendwann gegen alle Menschen eingesetzt werden. | Beispiel: Man bewirbt sich irgendwo und es wird verlangt das man vorher einen MRT-Scan (mittlerweile gibt es ja sogar schon Augenscanner die z.b. Homosexualität erkennen können, bzw. sind in Entwicklung) abgibt, sprich daher sehe ich diese Forschung als Menschenverachtend an. Da man sie halt über kurz oder lang gegen Menschen mit einer von der Gesellschaft nicht gewollten Sexualität einsetzen wird. | Wie müssen doch nur mal in andere Länder schauen (teils sogar Europa), Dänemark hat jetzt über 1000 Kinder als „pädophil“ geoutet, nur weil sie auf Facebook ein Video geteilt haben, bei dem Minderjährige Sex hatten. Diesen Kindern/Jugendlichen wird bewusst die Zukunft verbaut, nur um abzuschrecken. | Ich könnte diese Liste mit zig weiteren Beispielen füllen, ||| Dabei verkennen die Menschen einfach das es sexuelle Gewalt bei allen sexuellen Orientierungen gibt, auch häusliche Gewalt und ja wenn ein Mensch ein Kind vergewaltigt ist das nicht schön und gehört verfolgt. Aber genauso gehört es verfolgt bei jeder anderen sexuellen Gewalttat unter Heteros. Nur interessieren sich die Medien dann dafür nicht, jede Tat sexueller Gewalt wird von den Medien ausgeschlachtet. Schaut man sich jedoch die wirklichen Zahlen an, wird man schnell feststellen, das es nur ein minimaler Bruchteil ist, welcher sexuelle Gewalt auslebt. Und ja ich spreche auch wenn Sie es nicht hören wollen von sexueller Gewalt und nicht von Liebe. | Wenn ich z.b. an den Ratsherren denke der mit seinem Neffen durchbrannte aus Liebe und dem jetzt dennoch der Prozess gemacht wird, finde ich persönlich das ganze falsch. Und selbst die Gerichte sagen es war eine normale Liebesbeziehung und sogar die Bild hat es in diesem Fall erkannt. Für mich ein gutes Beispiel dafür das wir kein Moralstrafrecht in Deutschland brauchen. Sondern eines welches sich um Straftaten mit Opfern kümmert.

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  6. Hallo Philine. Ich danke für deinen tollen Beitrag. In unserem Forum hab ich ja schon einen ausführlicheren und differenzierten Kommentar hinterlassen, wo ich auch konstruktive Kritik äußere. Hier möchte ich einfach nochmal Danke sagen. Dein Feature ist eines der wenigen bisher, an denen ich mitwirken konnte, die die Positionen wertfrei nebeneinander stellen.
    Ahlers kommt sogar mit seinen Äußerungen zu Wort, zu sagen, dass es einfach okay ist, wenn Pädophile mit Kindern arbeiten, wenn sie (die pädophilen Menschen) damit um können. Das hat es zB glaube ich in dieser Klarheit bisher noch nie in einen Medienbeitrag geschafft.
    Auch die Aussagen von Anna finde ich stark und wichtig, weil sie ebenso eine neue Dimension hinzufügen, die selten angesprochen wird: man hört von Pädophilie im Kontext von a) Verbrechen und b) Therapien oder c) Coming-In, wie Scheiße es vielen geht, wenn sie merken, dass sie pädophil sind. Aber das normale Leben wird selten beleuchtet. Das machst du hier. Top. Und danke natürlich ebenso an Anna.
    Was ich mir für die Zukunft wünsche wäre ein Dialog, dass es mehr Austausch zwischen den Ebenen Forschung/Medizin und Betroffenen gibt sowie zwischen den unterschiedlichen Communities von Pädophilen.
    Soweit ersteinmal von mir.

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  7. Nein Max, das wünschst du dir nicht. Deine Aussage ist eine glatte Lüge! Sonst würdest du nicht willkürlich jeden in deiner „Community“ bannen der dir aus irgendwelchen Gründen nicht passt.

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  8. Cassini du tirttst für einverbehnlichen Sex mit Kindern ein, das ist verboten, Zischen Erwachsenen und Kindern darf es keinen Sex geben,nein.

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    1. Zwischenruf: Das auch einvernehmliche Sexualität zwischen Kinder & Erwachsenen verboten ist, dass bezweifelt niemand. Jedoch sind politische Forderungen nach einer Legalisierung nicht verboten. Ansonsten würde es den § 175 StGB heute noch geben, auch wenn diese Legalisierung nur ganz begrenzt vergleichen kann. Das Prinzip ist jedoch gleich, denn der § 176 ff StGB hat keine Verpflichtung zum dauerhaften Bestand, sondern kann durchaus reformiert werden…

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  9. Hallo Frau Sauvageot,
    vielen Dank für Ihre Reportage. Ich finde es positiv, dass sie nach dem doch sehr stereotypen Beginn recht „versöhnlich“ schließen und vor allem den wichtigen Punkt mit drin haben, dass ein für alle Beteiligten positiver pädophiler Kontakt mit Kindern möglich ist. Nach meiner Erfahrung ist es so, dass Kontrolle tatsächlich sehr leicht ist (auch übrigens deshalb, weil Kinder durchaus sehr gut sagen können, wenn ihnen was nicht gefällt!) und der nicht-sexuelle Kontakt bereits zu einer tiefen emotionalen Befriedigung führen kann.

    Ich möchte dazu ergänzen, dass es zum Thema „Non-Offender“ bereits zwei Film-Dokumentationen gibt („Outing“ und „Daniels Welt“) und empfehle Ihnen folgende Lektüre: http://ganymed.blogsport.de/2012/04/02/meine-paedophilie-ist-nicht-die-der-gesellschaft – darin schildert ein Betroffener ausführlich seine Sicht auf die Problematik und nimmt eine etas breitere Perspektive ein.

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